Der genügsame Typ

Der SV Darlingerode/ Drübeck hat am Samstag zwei Punkte verschenkt- augenscheinlich. Denn trotz zweimaliger Führung sprach Coach Mike Knobelsdorf nach dem 3:3 (3:2) im Derby gegen Osterwieck von einem gewonnen Punkt.Wer sich schon einmal mit M. Knobelsdorf unterhalten hat, wird unweigerlich demütig. Nicht negativ gleichgültig, sondern eher genügsam. Knobelsdorf spricht unaufgeregt, ist Realist und weicht selten von seiner objektiven Sichtweise ab. So gäbe es sicher Trainer, die nach einer zweimaligen Zwei- Tore- Führung im Derby enttäuscht über einen Punktgewinn gesprochen hätten. „Wir können damit zufrieden sein. Osterwieck war bisher die stärkste Mannschaft gegen die wir gespielt haben“, sagt Knobelsdorf und sprach dann sogar noch von „Glück, dass wir zu letzt nicht hatten“.

Seine Einschätzung war gleichzeitig auch Anerkennung für seines der derzeitig besten Teams in der LK Staffel III. Die Qualität muss man anerkennen, er hat uns unheimlich gut beschäftigt und war vor allem in der zweiten Hälfte drückend überlegen. Doch das Team von Knobelsdorf und seinem Trainerkollegen Patrick Oppermann wusste jeden Fehler des Gegners auszunutzen. Und so durfte das Trainerduo bereits nach sieben Minuten zum zweiten Mal jubeln. Mateusz Rogacki markierte per Distanzschuss das 2:0, zuvor hatte Justin Riemann einen Fehlpass aufgenommen und zum 1:0 verwertet (3.). Der passende Zeitpunkt um von der gern gebrauchten verkehrten Welt zu sprechen. „Die Jungs haben das Super gemacht“ lobte Knobelsdorf. Er hätte nach 90 Minuten sicher euphorischer und weniger genügsam berichtet, hätten die Gäste nicht immer die passende Antwort parat gehabt. So verkürzte Mark Schröder in der 24. Minute zum 1:2 für Osterwieck, ehe Eric Heindorf aus 25 Metern abermals zum 3:1 erhöhte (35.). Das wir dann kurz vor der Pause wieder den Anschlusstreffer kassieren, war mehr als ungünstig“, kommentiert Knobelsdorf. So traf Denny Sondergeld nach Doppelpass mit V. Schmidt in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch zum 3:2 (45.+1.).

Nach der Pause dominierte die Eintracht, doch sowohl Kevin Hildach als auch Schröder scheiterten an Keeper Daniel Gülzow. „Ein riesen Kompliment an unseren Torhüter, er hat zahlreiche super Paraden gezeigt“ sagte Knobelsdorf. Doch auch Gülzow war in der 78. Minute machtlos, als Sondergeld nach Vorlage von Steve Elle zum 3:3 einschob. Und so war die leicht demütige Analyse von Knobelsdorf vor allem Ausdruck dafür, dass die Gäste am Sonnabend fahrlässig mit ihren Chancen umgingen. Für die Hausherren war der Punktgewinn indes nicht nur ein gutes Ergebnis, „er gibt uns auch Mut für die nächsten Spiele“.

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