Keine Mistsau, dafür lieb und nett (D/D- Germania WR 3:0)

Mit einem 3:0-Sieg gegen Germania Wernigerode hat sich der SV Darlingerode/Drübeck Rang neun der Fußball-Landesklasse 3 gesichert. Franz Lüderitz erzielte zwar drei Tore, „er könnte aber ab und zu noch ein bisschen mehr die kleine Mistsau spielen“, sagte Coach Mike Knobelsdorf. Man möchte eigentlich meinen, dass 18 Treffer in 24 Spielen jegliche Kritik sofort im Keim ersticken lassen und Verbesserungsvorschläge fehl am Platz sind. Jene beeindruckende Quote hat Franz Lüderitz in der aktuellen Saison vorzuweisen. Dennoch fehle dem Stürmer laut seinem Coach ab und zu „dieses Dreckige“. So sei Lüderitz „ein anständiger und toller Kerl, er könnte aber ab und zu noch ein bisschen mehr die Mistsau spielen“, sagte Knobelsdorf. Der Grund: Zwar traf Lüderitz im Derby dreimal, „er hätte aber auch locker fünf oder sechs Tore machen können“, so Knobelsdorf. So waren die Hausherren von Beginn an überlegen und zwangen die Gäste aus Wernigerode mit einem effektiven Pressing zu Fehlern. Beim Führungstreffer verloren die Germanen den Ball im Spielaufbau, Mateusz Rogacki behielt die Übersicht und bediente Lüderitz – 1:0 (10.). Sieben Minuten später nutzte der 28-Jährige die zweite Unachtsamkeit in der Gäste-Defensive und markierte nach einem Eckstoß das 2:0 per Kopfball (17.). „Somit war das Spiel nach 20 Minuten eigentlich schon entschieden“, sagte Knobelsdorf. Wernigerode besaß im gesamten Spiel nur drei nennenswerte Chancen. Die beste davon vergaben die Gäste kurz vor dem Pausenpfiff, als sie in der 40. Minute mit einem Distanzschuss am Querbalken scheiterten. Nach dem Seitenwechsel blieben die Germanen zwar bemüht, „aber ihr Spiel war ausrechenbar“, sagte Knobelsdorf. So suchten die Gäste immer wieder Marco Raue als Anspielstation - ohne Erfolg.Auf der Gegenseite blieb sich Lüderitz treu - als lieber Kerl und Torjäger. Nach Querpass von Rogacki unterstrich er einmal mehr seinen Stellenwert für Darlingerode/Drübeck in der aktuellen Saison und traf zum 3:0-Endstand (65.). Er hätte seine Torekonto sogar noch weiter nach oben schrauben können, doch sein vierter Treffer wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsposition nicht gegeben.Ein Spieltag vor Ende der Saison hat der SV Darlingerode/Drübeck damit drei Punkte Vorsprung zum SV Langenstein und das deutlich bessere Torerhältnis. Knobelsdorf bedankte sich im Anschluss bei allen Zuschauern und Verantwortlichen. „Ohne diese super Unterstützung wäre diese gute Saison nicht möglich gewesen“, sagte er.

Geschrieben von Thomas Munzke Zugriffe: 5191